Vom Dasein auf der Straße in eine sichere Zukunft  

Situation und Hintergrund 

Die Probleme der Straßenkinder

Indienprojekte - Kinderheime - Situation

Die Gruppe von Kindern, die wir seit 1996 betreuen, wuchs unter extremen Lebensbedingungen auf der Straße neben einer stinkenden Müllkippe auf ohne ein richtiges Dach über dem Kopf, jeglichem Klima ausgeliefert. Die Gesundheit der Kinder war stark gefährdet, sie infizierten sich mit Tuberkulose und anderen schwerwiegenden Krankheiten, denn sie lebten Haut an Haut mit todkranken Bettlern am Straßenrand. Durchfall, Würmer, Läusebefall, Ohren- und Hautinfektionen waren jahrelanger Dauerzustand. Sie erlitten schon früh erbarmungslose körperliche und seelische Gewalt und leider auch Missbrauch, wuchsen vernachlässigt und verwahrlost auf und waren mangelernährt. Wenige bekamen eine Mahlzeit am Tag, die meisten Kinder mussten dafür betteln oder schwer arbeiten (Steine zu Kieselsteinen klopfen, Backsteine für den Hausbau tragen, Kohle austragen) oder stehlen. Kein Geld - keine Nahrung.

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Viele Kinder litten sehr unter ihrer zerstörten Familiensituation. Ihre Eltern sind Leprakranke und Bettler, die durch eine schwere Krankheit oder einen Unfall in Not geraten und samt Familie auf der Straße landeten. Sie können ihren Kindern nicht den Weg aus dem sozialen Elend zeigen, weil sie selbst keinen Ausweg wissen. Unter ihnen sind viele alleingelassene Mütter mit Kleinkindern, einige Tuberkulosepatienten, die bis zu ihrem Tod von ihren Kindern versorgt wurden, alkoholkranke Väter, die alles Geld vertrinken und verspielen und im Wutrausch ihre Kinder schlagen. Jedes Jahr erhöht sich die Anzahl der Waisenkinder, die völlig schutzlos Missbrauch ausgeliefert sind.

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Die Straßenkinder haben keine Chance auf Schulbildung, da alle Schulen gebührenpflichtig sind und zudem die Anschaffung von Schulbüchern und Lernmaterialien, Schuluniform und Schuhen beinhaltet. Das ist nicht möglich für Menschen von der Straße. Doch wer nicht Lesen und nicht Schreiben kann, bleibt immer ein Sklave.

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In eine ähnlich aussichtslose Zukunft blicken auch die Kinder, die in den Leprakolonien Sankt Mocan und Bahdohi leben.

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